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Modular Festival Augsburg 20. BIS 22.6.2019

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»Punk ist tot, Reggae ist tot, Jazz ist tot, Hip-Hop ist tot, Klassik: auch tot, merkt aber keiner, Techno, nicht tot, riecht aber komisch«, hat jemand eine bessere Beschreibung für den Zustand der Musicworld Today, dann bitte melden? Tobias Jundt, Alleinherscher des Projektes Bonaparte und Napoleon der Herzen ist eigentlich ein verdammtes Chamäleon, und wäre dieser Vergleich nicht so abgedroschen, würden wir ihn weiter ausführen, aber ihr könnt auch einfach selber die fünf Alben anhören. Und wenn ihr schon dabei seid, auch eine Handvoll Liveauftritte von damals, als die Bühnenoutfits noch aus Maske oder nackt bestanden, dann wird sich euch der musikalische Wandel des schweizer Rumpelstilzchens der Berliner Musikszene offenbaren. Sollte sich die Welt morgen an den Nagel hängen, haben die Kollegen, die eines der frühen Bonaparte Konzerte überlebt haben, jedenfalls einen klaren Vorteil. Denn selten wurde das Wort „Abriss“ in Verbindung mit vor Publikum aufgeführter musikalischer Erzeugnisse besser verwendet. Do you wanna party with the Bonaparte? 2006 gegründet, im Dunstkreis der Bar25 2008 die erste Platte rausgebracht, vollgepackt mit Hits für den Exzess. Knapp 10 Jahre später ist Bonaparte nicht mehr ein ungestümer Haufen, sondern eine Band mit mehr Nachhall. Beim vorletzten Album gab es erstmals nachdenklichere Songs, beim letzten dann noch mehr davon, Soul & Politik statt Rave-Rave-Rave und beim neuen, Anfang 2019 erscheinenden bleibt wieder alles anders. Die teils in Abidjan, teils in Berlin aufgenommenen Lieder, haben zum ersten Mal deutsche Lyrics, und zusammen mit Musikern der Elfenbeinküste wurde ein Pop-Hybrid geschaffen, der seine Energie aus Unmittelbarkeit, Improvisationsgeist und dem DIY-Ethos der dortigen Kunstwelt zieht. Fast so wie es früher mal in Berlin war, aber die Stadt ist ja mittlerweile ziemlich 2015, also schauen wir nach vorne, pfeifen uns das Lied vom Tod und recken die Fäustchen in Höhe, wenn Bonaparte wieder in Augsburg einmarschiert.

 

Sie sind wieder da. Man hatte schon das Gefühl, es sei irgendwas passiert, weil sie nicht alle sechs Monate in einer Town near you vorbeischauten. War es auch. Doch dann standen sie neulich in Hamburg plötzlich auf der Bühne; Undercover als Shotgun Sisters. Das mit dem Gefühl war richtig. Joakim wird nach dem Auftritt mit diesem Satz zitiert: „Die letzten zwei Jahre meines Lebens waren die schlimmsten, die ich je erlebt habe.“ Aber ist die Stimmung erstmal im Keller, tanzen die Katzen auf dem Dach oder so ähnlich.

Sachen zwei Jahre auf Eis zulegen, hat schon so manche Wunder bewirkt und jetzt haben Indie-Deutschlands Lieblingsschweden doch tatsächlich wieder Songs aufgenommen, den Gitarrenkoffer gepackt und sind bereit für eine Tour. Die neuen Songs sind etwas düsterer als man den lebenslustigen Folk und tanzbaren Rock der beiden kennt, aber den Titel „Festivalband“ werden sie auch mit etwas Blues nicht verlieren. Dass sie beim Modular Halt machen – das auf eine Art und Weise auch gerade eine Beziehung beendet hat – ist eine Selbstverständlichkeit.

Bräuchte Augsburg eine Exilband: Daniel und Joakim könnten den Job machen! Wie sie mit ihrem Lächeln wohl auch jeden anderen machen könnten. Wie auch immer und mit der Gefahr uns zu wiederholen: Sie sind wieder da. Friska Viljor needs no further comment.

 

Hätte das Internet eine Hausband, es wäre Superorganism. Die Mitglieder kommen aus Ländern, die sich ein weitsichtiges Kind und ein Globus nicht besser hätten ausdenken können; Großbritannien, Japan, Australien und Neuseeland. Und tatsächlich, Damon Albarn ist bei diesem Multimediaprojekt für Advanced User nicht
mit dabei, obwohl man ständig denkt er hüpft gleich wo raus.

Ein Rolle Glasfaser, Skype, alle Emojis die deine Mutter benutzt und ein Mischpult: Zack fertig, Band. Wo hier ein Song anfängt, da hört er bestimmt nicht auf, und auf der Achterbahnfahrt bis zum letzten Akkord, solltest du besser deine Shutterglasses festhalten. Es blitzt, blinkt und funkelt, und groovt, irgendwie. Kein Ehrenmann und keine Ehrenfrau in den hippen Großstädten dieser Erde hat diese Band übersehen. Ohne Umwege ging das über „LOS“ direkt auf diverse Playlisten und Festivals. Wie du sie erkennst? Stell dir vor, drei deiner Geschwister hören gleichzeitig Beck, Daft Punk und Go-Team!, während das vierte Nintendo64 spielt -  Experten vergleichen sie mit The Avalanches, nach denen ihr mal bei Encarta nachschlagen oder die Rentner auf Facebook fragen könnt.
Bis ihr dann vor der Bühne durchdreht, tätowieren wir uns erstmal ein paar Katzenvideos - Peace.

 

Früher packte der gebürtige Hamburg Ciddy Rapper seine CDs noch selber ein. Das war 2011. Schnitt auf 2018: Heute packt keiner mehr irgendwas ein, außer vielleicht etwas Katzenminze in so ´ne Art Backpapier. Alben heißen jetzt Playlists, werden gestreamt, runtergeladen, aber immer noch angehört, Erfolg ist Erfolg. A to the J, wie der Engländer sagt, hat seine letzten Sachen für Umme rausgehauen, wie so oft hat er es auch selber produziert. Zu Hause, im Wohnzimmer, mit schönem Ausblick. DIY, hauptsache die Tracks stimmen. Auf Beats dick auftragen, das Pathosfass aufmachen, aber nicht überlaufen lassen. Die Vorbilder aus USA sind immer noch hörbar, heißen nur nicht mehr N.W.A, sondern Drake, und statt im Ghetto hängt man jetzt in der Cloud ab. Aber schon Gott und dessen Bruhs haben sich Wolken zum Abhängen ausgesucht, und was für die gut genug ist… Charts waren nicht sein Abteilung, eher flowt er unter dem Radar, macht Rap für Genießer, Experten sehen in ihm das verkante Genie. Lange genug hat er sich warmgemacht, 2019 wird da wieder was kommen, auf das ihr euch freuen könnt. Also, fleißig EPs und Mixtapes aus diesem Internet holen, fresh machen, und man hört sich dann im Gaswerk. 

 

Als DJ Tomekk 2012 um den Gefallen bat, Gangsta zu bleiben, hatte der St. Paulianer Nate mit seiner ersten Platte „Stress Aufm Kiez“ schon die richtigen Türen in der deutschen Straßenrapszene eingetreten – Sido und Fler gefiel das. Schon als Junge mitm Tüddelband hörte er Bob Marley, 2Pac und Fiddy, vermischte diese Einflüsse dann mit seinen ehrlichen Kiezgeschichten und verschaffte sich den nötigen Respekt. Jetzt ist er nach kleineren Pausen wieder Back in Business. Denn wissen wo man herkommt, ist gerade im Hip-Hop eine Tugend und Gangsta-Rap aus Hamburg steht diese Tage hoch im Kurs. Nate57 ist einer, der statt Standardselbstlob und Dicke-Eier-Reimen, auch mal Stadtteilprobleme anspricht und so fällt er auf, bevor er hinfällt. Bevor Onkel Fame grüßte, und seine Platten stetig höher in den Charts einstiegen, wurde noch im lokalen Juze aufgenommen. Kann man besser auf das Modular passen?

 

Seit rund 10 Jahren wissen wir, dass ein Fuchs zu tun hat, was Füchse so auf der Agenda haben. Worin das genau besteht, weiß so recht keiner. Ideen was man stattdessen machen könnte, hält Antifuchs in stabilen Deutschraps und Gesang fest – ein einfaches Rudeltier aka Mitläufer sein jedenfalls nicht. Ihr Attitude-Level liegt bei: Zero Fucks given. In Kasachstan geboren, in Norddeutschland aufgewachsen, in Berlin zur Rapperin ausgebildet. Auf Tracks mit Boom-Bap-Flavour, die keine Angst haben Melodie zu zeigen, und auch mal Klaviere, Trompeten und anderes den Ton angeben lassen, hat sich die Frau mit der Maske in die Battlerapgrounds dieses Landes gefightet und in Old-School-Manier das Album „Stola“ veröffentlicht. Wir geben das Prädikat: Trust the hype.

 

Auf eine charmante Art kühl und schön, mit einem Unterton, der etwas Tieferliegendes erahnen lässt. BAR suchen nicht den direkten Weg in dein Bewusstsein, sondern finden den schmalen, unterbewussten Zugang dazu. Mit dunklem New Wave, träumenden Synthies und einem Beat der dich an die Cote d’Azur trägt und dir ein kaltes Glas Rosé einschenkt. Stimme und Texte haben starke Sogfähigkeit und erzählen von der Welt der schönen und geheimnisvollen Künste. 

Das ganze hat zwar dieses gewisse französische Tré Chic Feeling, kommt aber aus Düsseldorf und die beiden Musiker sind zudem keine Fremden in L.A. Die Band (B) am (A) Rhein (R), bestehend aus Stabil Elite Sänger Lucas Croon und Christina Irrgang, schafft es mit ihren Tracks Musik für schwarz-weiß Filme zu schreiben, die es hauptsächlich in deinem Kopf gibt – lass sie laufen, lass es flimmern, lass dich treiben.

 

Hat pinke Haare und kommt aus Mannheim. Okay, Tschö.

Ist gut, probieren wir nochmal; pass auf: Aus Mannheim kommen nicht nur ehemalige Popmusiker, die heute in der Alu-Hut-Szene vertreten sind, sondern auch Blinker. Der passt in dein gängiges Mannheimer-mit-pinken-Haaren-Bild nicht ganz rein, sollte er aber. Seine Punk- und Indiebandvergangenheit hört man seinen fetzig von der Leber runtergewichsten Songs schön dosiert an. Er hat die guten Eigenschaften mitgenommen und mit einer Ladung Herz in dieses neue Soloprojekt geschmettert. Für Blinkers charismatisch rotzig witzige, zwischen US-Skatepunk und Britpop pendelden Songs, könnt ihr schon mal die Chucks kaltstellen.

 

Diese 7 Mann Gang kommt aus Green Ulm und hat dort einen weißen Fleck ausgefüllt. Denn für Rap-Acts war die Stadt mit dem Längsten, noch nicht so bekannt. Doch die Loyal Bandits wollen nicht nur Flecken in, um und um Ulm herum ausfüllen, sondern ganz Deutschland übermalen. Die Crew besteht aus Rappern, Producern, Management und Label. Unterschiedliche Charaktere sind am Werk und kreieren deutschen HipHop wie er anno 2018 zu klingen hat. Tighte Beats, Trapeinflüsse, Soulsamples und Autotune. Auf Fortuna warten ist nicht, sondern Karriere schmieden mit stylischer Professionalität, die man nicht nur den Tracks anhört, sondern auch den dazugehörigen Videos ansieht. Check dis out.

 

Sind wir die einzigen, die hier an Blink-182 oder Sum41 denken? Wenn die Jungs hier in die Saiten greifen, würden sie einem im Soundtrack von Tony Hawk’s Pro Skater nicht vom Board holen. Dass das nichts Schlechtes ist, wissen vor allem die, die damals jung waren. Diejenigen, die erst diesen Sommer ihre Pickel vor dem Spiegel ausdrücken und Löcher in den Hosen tragen, können sich jetzt Paincake auf den Walkman downloaden und an der lokalen Busshaltestelle Pogo tanzen. Keine Sorge, die Aichacher Kerle hier, haben euch, auch wenn es mal wieder nicht so läuft. Bewiesen haben sie das schon bei Lokalhelden wie dem Stereowald und Noisehausen - jetzt heißt es: The Modular Stage is yours.

 

In 2010 Resident Advisor said: "Of all the precocious talents to grace the Permanent Vacation roster, Bostro Pesopeo is perhaps the most overlooked and underrated... His debut, Falls, was nonetheless a bypassed masterpiece." Then in 2011, Bostro Pesopeo released the wonderful collabo EP with Pional. The EP's hit track "Yes" made it into plenty of DJ charts and playlists. This was followed by Bostro Pesopeo's highly-acclaimed remix for John Talabot in 2012. Also in 2012, Bostro Pesopeo set up his live show (no laptop involved) -- a driving and energetic dancefloor experience made in Munich.

 

"Kuriosum DJ´s presenting the first experimental intergalactic dance show". Kuriosum sind Jürgen Branz (Sounddesigner & Radiomacher aus Augsburg) und Manuel Schill (Veranstalter & DJ aus Augsburg). Kuriosum ist eine monatlich stattfindende Veranstaltungsreihe in Augsburg. Es geht um musikalische Zusammensetzungen mit Hang zum Experiment. Meist DJs, manchmal live. It´s all about the Mischung.

 

Lucas Croon, Teil von Stabil Elite und BAR, macht Filmmusik und veröffentlicht (Tanz-) Musik unter seinem Rave-Moniker „bellybutton“ wie auch unter seinem echten Namen. Er entstammt Düsseldorfs Salon des Amateurs-„Posse“ und hat sich dort als DJ und Live-Musiker etabliert. Bei seinen DJ-Sets spielt er eigene und viele bisher unveröffentlichte Stücke seiner eigenen Projekte, Kollaborationen und „one night gems“. #sophisticated dancemusic #prototechno

 

Wie verbindet man türkische Volksmusik-Klassiker mit knackigem Funk und sonnig strahlendem Psych-Rock? Die Frauen und Männer von Altin Gün wissen es. Mit ihrem ganz eigenen Style haben sie letztes Jahr das Album „On“ herausgebracht, das so gut ankam, als hätte das westliche Publikum nur auf fernöstliche Tanzmusik, gespielt auf der Saz, gewartet. Fremdenfeindlichkeit war noch nie Sache der Musikwelt und so wurde die Band auf den Bühnen rundherum willkommen geheißen. Wie man schon vermutet hat, kommen Altin Gün, was auf türkisch „goldener Tag“ bedeutet, aus Amsterdam und bestehen aus Musikern mit indonesischen, türkischen und holländischen Wurzeln. Auch wenn man die Texte nicht versteht, wird man doch in den Bann dieser treibenden Songs gezogen, die von den klassischen Themen Liebe, Tod, Hoffnung und Schicksal handeln und unter anderem auf den alten, mittlerweile traditionellen, Liedern von Neşet Ertaş, dem türkischen Leonard Cohen, oder Bob Dylan - je nach dem, wen man fragt. Ihr könnt also ruhig alle Moves einpacken, von denen ihr meint, sie würden irgendwie exotisch aussehen, denn ein wilder Ritt durch zwei Welten sei euch hiermit versprochen. Aber das mit dem Fingerschnipsen überlassen wir lieber den Profis, ge?

 

Die eine ist eine Rapperin, das andere so ein Gerät. Den Künstlernamen von Ebru Düzgün spricht man ungefähr „Äh-bouw“ aus, falls ihr euch unsicher seid und nicht wieder uncool auffallen wollt - gern geschehen. Zwei Alben ist die Münchnerin mit Stammsitz Wien jetzt alt, und nachdem sie früher im Waschsalon auftrat, wurden langsam auch der BR, SZ und andere Medien hellhörig. Zwei Alben also, auf denen nicht einfach mit Worthülsen um sich geworfen, sondern mit Erwachsenenwörtern des Jahres, wie „Asyl“, scharf geschossen wird. Zauberland ist ja nicht umsonst abgebrannt. Doch ihr Album heißt nicht grundlos Komplexität, und so verdichtet sie popkulturelle Referenzen zu knallenden Reimen und benutzt deutsche, türkische und englische Ausdrücke, ähnlich wie das Hafti und seine Freunde machten. Poltisch sein, ja, danke! Ghetto Rave, auch bitte! Was wiederum nicht heißt, dass man nicht auch mal nachdenklich sein kann.
Ist gesund, weißt du? Kinder der 90er und als MTV noch richtig groß war, sind mit EBOW auf einer Beatlänge und von rechts und links winkt auch M.I.A freudig durchs Fenster. Also winkt mal schön zurück Habibis, wenn EBOW bei uns aufschlägt. 

 

 

 

Dass es niemanden gibt, der unter dem Namen Sunlight, Friedrich im Bürgerbüro Stadtmitte eine Akte füllt, ist seit 2017 ein hochgelobtes und fröhlich sprudelndes Debütalbum selben Namens beim Qualitätslabel Tapete Records erschien, allen klar. Hier zuhause sind die fünf trotzdem. So kam auch bei  „Kleine Untergrund Schallplatten“ (Liebe Grüße) eine schmucke 7’ heraus. Vorstellen kann man sich den warmen Klang, wie den leichtfüßigen Soundtrack zu einem alten Super 8 Film, wo Frauen hohe Föhnfrisuren und Männer Anzüge tragen, alle ständig rauchen, während die Kinder in gehäkelten Badehosen rumlaufen. Ein 60er bis 80er Sunshine-Pop – what’s not to like – der Easy-Listening auf die beste aller Arten ist. Oben drüber schweben diese Gesangsmelodien, die selbst Beziehungskrisen wie einen Ausflug zum Strand klingen lassen. Aber wer würde von einem Deutsch singenden japanischstämmigen Kalifornier, quasi von LAX nach AUX, was anderes erwarten? Wir nicht. Weswegen es höchste Zeit ist, dass wir sie mit größter Vorfreude und zum ersten Mal auf dem Modular präsentieren können. 

 

Es war eine Zeit, in der Eier noch nicht Milliarden an Likes sammelten und die Kids noch gegen Deutschland raveten, als die drei Imbissbudenbesitzer zum ersten Mal die Indie-Diskos aufmischten, mit einem großen zwinkernden Auge und einer erhobenen Faust, um allen Faschos eine davon mitzugeben. Sie hatten uns was mitgebracht: Mit ihrer Mischung aus Elektro, Rock und Rap stürmten sie zusammen mit ihren gleichgesinnten Kollegen auf Audiolith über Stock und Stein und klangen irgendwie eher norddeutsch als münchnerisch. Auch ein legendäres Konzert in der Kongresshalle wurde gegeben. Alles was geprägt werden konnte, wurde jedenfalls geprägt und so strichen die Jahre ins Land. Dass sich dieses Land seit ihrem letzten Album, ein paar Soloprojekten und einer Reise nach Nepal verändert hat, kann man in seinem Feed nachlesen oder in „Rote Sonne“ der neuen Platte nachhören. Es ist nicht mehr so viel in Ordnung und das wird angesprochen, auch wenn es wehtut, und deine Probleme sind ihre, macht euch keine Sorgen. Frittenbude got your back und wissen: „Die Dunkelheit darf niemals siegen“. Damit das ganze in 1000 Jahren dann immer noch Kunst ist, wurden Parolen zu Lyrics und Melodien zu Songs, zu denen ihr gerne ein Knicklicht anzünden dürft Und zurückhalten werden wir euch dann nicht mehr.

 

Klar, man hätte seine Band anders nennen sollen, wenn man von Allen überall und zu jederzeit gefunden hätte werden wollen. Aber während der Panik in Zeiten der Datensicherheit ist das vielleicht nicht so erstrebenswert, also who cares? Die drei international musicians aus Essen singen eh auf Deutsch und haben einen definitiv besseren Weg zum Fame gewählt. Kurz in der Landschaft und bei Kollegen orientiert, wie gutes Zeug klingt und dann ein Debütalbum bei der Label Institution Staatsakt (wo sonst, bitte?) herausgebracht, das nun seinesgleichen sucht. Eine Platte die zwischen Post-Punk und Space Rock wabert und alle Shades of Grey, die deine kleine Schwester kennt, abdeckt. Clever verspulte Knüttel- und Rütteltexte, bei denen man nicht weiß, ob die Aussage jetzt auch die Aussage ist oder nicht oder andersherum – is cool. Sie haben treibenden (Velvet) Underground Rock an die Wall-of-Sound genagelt und schaffen es mit einfachen Worten ein Universum urzuknallen, das in einer Kneipe Platz hat, haben muss. Wo anders fiele es fast negativ auf. Jedenfalls wurde das Debüt „Die besten Jahre“ gerade Platte des Jahres in einem der letzten Musikfachblätter, das dieser Tage noch auf Papier erscheint (von wegen beste Jahre) und auch sonst strömt ihnen von überall viel Love Love Love entgegen. Die SPEX nannte sie eine „Unkonzeptband“, die sich auf das Wesentliche konzentriert. Dass das stark lobend gemeint war, werdet ihr schon zu hören bekommen. Laut. 

 

Ist Mr. Benjamin Gerard Coyle-Larner der freundlichste Dude im Business? Chances are good. Oder wie würdet ihr einen Rapper einschätzen, der eine Kochschule für Jugendliche mit ADHS hat, die Chilli con Carner heißt? Fußball mag er auch und wahrscheinlich auch Katzen und Kinder. Der junge Londoner ist jedenfalls kein schlecht gelaunter, aggressiver Grimegangster, der dir gleich ins Gesicht springt. Er macht aus seinem Namen ein Anagramm und lehnt sich zurück, lässt sich gemütlich wippend vom eigenen Flow durch Tracks kutschieren, dessen Samples sich im Soul, Gospel, Jazz und R’n’B bedienen. Die Vorbilder sind eher in der Vergangenheit zu Hause als in der Gegenwart oder sie sind Köche. Loyle Carner hat die Signale gehört, sich mit ihnen auseinander gesetzt und weiß, wie man ihnen begegnet, mit Liebe und einem schönen Pastagericht. Die Kombi aus Oldschool HipHop und entwaffnender Authentizität brachten ihn schon auf UK-Tourneen mit Joey Bada$$ und Kate Tempest. Dann kann er sich jetzt, wo Großbritannien sich langsam verabschiedet, den Rest vornehmen - wir haben uns freiwillig gemeldet. 

 

Sagt der eine zum anderen: "Du, der Junge da kann singen, Gitarre spielen und sieht auch noch gut aus“. Darauf der andere zum einen: "Ich glaub der hat sogar Soul, der muss auf ´ne Bühne.“ Gesagt, getan. Luke Noa ist immerhin schon 19, da sollte man auch lieber keine Zeit verlieren. Mit 19 sind andere schon geschieden und verticken Deoroller auf Instagram. So weit wird es mit diesem Singer-Songwriter nicht kommen, dafür zielt er zu genau in unsereiner Herzen.  

 

Massimiliano Pagliara zeichnet eine fortwährende Lust am Dialog aus – sei es durch seine Kollaborationen oder Solo-Produktionen, mittels seiner DJ-Sets oder auf ganz persönlicher Ebene. Die Welt von Tanz, Bewegung und Kommunikation ist jedenfalls fest in Massis Leben verwurzelt – wer sich selbst zu bewegen weiß, kann auch andere leicht in Bewegung bringen.  

 

 

 

 

Muallem is no new name in the Music Circus. Having traveled extensively, lived in New York, London, Tel Aviv and Munich, produced for over 20 years and worked as a DJ for even longer, Muallem’s passion, musical expertise and understanding of the nightlife were responsible for propelling Bob Beaman, the club where he was in charge of the creative direction for over half a decade, to a top spot on the list of Europe’s best clubs. After having left his former residency, he has recently been popping up more and more as one of the minds behind the brand new BLITZ Dance Music Club that opened doors in Munich in Spring 2017. They say that we are shaped by what we love, and that life prepares us for what is to come – This seems to have proven true in the case of Muallem. This love is where he took his motivation for creating another mothership, solely built in order to dance together. He has put his years of experience and love for music towards fostering a welcoming musical community in his hometown of Munich. If you ask David for the recipe of a club’s success, his simple answer is: "Passion", which is also the main ingredient for his DJ Sets. Muallem’s vision for clubs and his passion for music have infected Munich with a newfound love for dance music culture. His sets are sure to keep you sweaty and moving all night. "I love it, when I can play all night; to be able to tell a story from the first beat to the last record of the night is an amazing thing. You can really create a feeling of unity. An ideal night is when people are just letting their hair down, letting themselves go and getting lost in the music - and me with them". Muallem surely gets there, well balancing the elements of a dance floor: from deep to obscure, pumping to soulful, subtle to obvious, classic to avant-garde. Muallem paints the night an array of colors, from the softest tones to the brightest neon. Never too shy to be catchy, but never crossing into cheesy or ironic territory, you will get a pure passion and love for music that is infectious on the dance floor. It is these expertly mixed sets from an experienced soul that make you forget about having to, at one point, wake up and return to reality. Music you want to spend the night with.

 

Sedef Adasi mischt seit mehr als 7 Jahren die Houseund Technoszene auf. Erst in ihrer Heimat Augsburg, als Resident im „Schwarzen Schaf“ (RIP) und in der letzten Zeit auch im Rest des Landes. Ihr technoider Sound begeistert regelmäßig die Massen und ihr Talent wurde 2016 mit dem Augsburger Pop Preis „ROY“ anerkannt. Aktuell verbringt sie jede Menge Zeit im Studio und bastelt an eigenen Sounds. Man darf also gespannt sein was es alles in der Zukunft von der jungen Künstlerin zu hören gibt.

 

Manche sind so, die haben eine gute Band und weil dicke Eier, machen die nebenher ein paar Sachen, die außer Mutti niemand hören will. Manche sind aber auch so wie Tua, die haben ein CV, das Samy Deluxe, K.I.Z, Kool Savas und mehr umfasst. Und weil geil und wir uns nicht entscheiden konnten, spielt er halt doppelt, mit den Orsons und Solo; Highlight + Highlight.
Von Tua ist dieses Frühjahr ein Album erschienen, endlich. Fans deutschen Sprechgesangs mit sinnvollem Inhalt und Beats im Kreuzfeld elektronischer Genres warten schon länger auf diese neue, seine bisher persönlichste Platte, die heißt wie er. Beim Produzieren hat er schon immer Grenzen überschritten und Sachen zusammenfließen lassen, die dann das Label Experimentell bekamen. Musikalische Referenzen gibt es auch auf „TUA“ wieder viele und einen Sound der modern und vielschichtig ist, der einen sowohl umarmen als auch anpeitschen kann. Als Referenz für die Texte dient das Leben des Johannes Bruns aus Reutlingen. Dass in diesem Leben musikalisch mehr passiert ist, als auf eure iPhones passt, können wir euch verraten. Dass ihr euch darauf freuen solltet, das ganze nicht nur auf denen hören zu müssen, auch. 

 

V:ncent spielt Ambient Musik und seine Sets sind meist okay. Und er mag Rinder.

 

Violet incorporates similar sounds from her production process into her DJing, melding breaks, extraterrestrial jacking rhythms, imaginative techno, acid house and more in a way that feels natural and challenging all at once. She has contributed mixes for Beats In Space, Crack, The Ransom Note, Mixmag and Cómeme as well as having radio appearances on Rinse, NTS and The Lot. Violet has played across Europe at parties such as Room 4 Resistance, Berlin Atonal and Field Maneuvers and embarked on her first US tour in 2018. 

 

Ganz so wie im normalen Leben gibt es im Hip Hop kaum etwas Wichtigeres als Familie. Nahezu kein anderer Act verkörpert dieses Gefühl von Bruderschaft besser als The Lytics aus Kanada. Die Brüder Andrew und Anthony Sannie werfen sich seit ihrer Kindheit die Reime hin und her – ihr Cousin Mungala Londe macht ebenfalls mit. Die Beats kommen vom großen Bruder Alex Sannie, der in den Anfangstagen der Band alle Beats und Songs in seinem Schlafzimmerstudio baute.

Nachdem die Jungs 2016 schon eine erfolgreiche Europa-Tour mit Stopps beim Haldern Pop Festival, Deichbrand, A Summers Tale, Hip Hop Open Austria und sogar Supportshows für Jurrasic 5 gespielt haben, kommen sie diesen Sommer wieder. Man freut sich auf Kanadas freshesten Hip Hop Export in Deutschland. Mit im Gepäck haben sie ein neues Album, welches zum Teil vom Beastie Boys-Gründungsmitglied Mike D produziert wurde.

 

Boost! Boost! Boost! Flugzeugturbine!

Dieser Ausruf hat sich bei den Live – Auftritten des Augsburger Rappers verdient etabliert. Seit Ende 2017 ist Boost im Rap – Game aktiv. Seinen ersten Live - Auftritt hatte er damals bereits ohne eine einzige Veröffentlichung absolviert. Seitdem gab es zahlreiche Singles und zum Abschluss von 2018 noch die EP „König von Augsburg“. Eine Hommage an die Heimat und zugleich auch eine klare Message.

Die feinsten Reimketten und perfekt aufgesetzte Rap Tracks sind eine Spezialität des Augsburgers. Dabei legt er seine Texte genauso gerne auf moderne Trap Beats, wie auf klassische Kopfnicker Beats. Die Vibes machen hier eindeutig die Musik.

Ein 2019, neue Kollaborationen und viele Solo Projekte stehen bevor. Ein weiter Weg nach oben ebenfalls, aber der Untergrund ist für Boost bereits mehr als stabil.

 

Westerngitarre und Texte auf Deutsch? Wo die meisten Zuhörer schon die Singer-/Songwriter-Schublade öffnen, groovt das Kaufbeurer Trio „Kitsch“ gegen die Klischees an. Mal funky, mal bequem „pushen“ Simon Kerler an den Drums und Niklas Rehle am Bass die Songs des Sängers und Gitarristen Martin Schenk raus aus der Pop-Balladen-Schiene.

 

Ami braucht nicht viele Worte, um zu sagen, was sie sagen will. Ihre Texte wirken ungefiltert, unverbogen und direkt. Und diese Direktheit macht den großen Charme von Amis Songs aus. Nichts ist verklausuliert, trotzdem zeichnet die Klarheit der Sprache Bilder zu den Melodien, die im Kopf bleiben. Ami kann voll und tief singen, dann wieder klar und leicht. Ihre Stimmfarben passen perfekt zusammen. Und sie passen perfekt zu ihren neuen Songs, die sie – wie auch schon für die beiden Vorgängeralben – selbst komponiert hat.

Nach der Veröffentlichung ihres ersten Albums „Part of me“ 2014 wird die junge Münchnerin mit Wurzeln in Aruba von den Feuilletons als eine der vielversprechendsten Newcomerinnen Deutschlands gehandelt. „Seasons“, das zweite Album, wird 2016 veröffentlicht – und klingt ganz anders als sein Reggae- und Bluesgefärbter Vorgänger. Reifer, gelöster, mit hypnotischen Beats und souligen Balladen. Gleichzeitig – und von Anfang an - schreibt Ami auch deutsche Songs. Leichte, poetische Lieder, ohne erhobenen Zeigefinger, ohne Pathos, aber sehr berührend. Amis Kunst ist, durch ihre Worte eine große Vertrautheit zu schaffen, eine Nähe zu ihren Zuhörern, durch die man sich angenehm verstanden fühlt. Ihre Songs wirken entspannt und sind gleichzeitig von einer Intensität, die sofort berührt. Amis Publikum ist hingerissen, und was zunächst nur ein kleiner Teil des Live-Programms war, wird immer mehr eingefordert. Das neue Programm ist komplett auf Deutsch. Nicht kitschig, nicht überladen – sondern einfach: Ami. Mit einfachen Worten und einzigartiger Stimme macht sie eine ganz neue Gefühlswelt auf, mit der man sich sofort verbunden fühlt. Ami singt aus dem Herzen, mehr denn je.

 

„Hannah & Falco“ sind die Sängerin Hannah Weidlich und der Sänger und Songwriter Falco Eckhof. Das junge Paar aus Würzburg steht für einen bodenständigen, modernen Mix aus Folk und Americana, der sich durch wunderschöne, zweistimmige Gesangslinien und versiertes Songwriting auszeichnet. Eckhof’s Songs erinnern dabei an aktuelle Größen aus der amerikanischen Folk und Alt-Country Szene wie Conor Oberst oder den frühen Ryan Adams. Musik, wie man sie aus dem Norden Bayerns wohl kaum erwarten würde. Und obwohl das Duo erst seit eineinhalb Jahren zusammen Musik macht, schimmern doch die Zuneigung und das Vertrauen von 5 Jahren Beziehung durch das Projekt. Mit den frisch gegründeten “Familiar Faces” haben die beiden die perfekte Unterstützungsband gefunden: Kontrabass, Keys und Schlagzeug runden die Songs in wunderbar entspannter Weise ab, machen Freude bei schnelleren Stücken und geben Tiefe in zerbrechlichen Momenten.

 

Hausnummer 13, das ist aktuell deutsches Songwriting, teils akustisch vertont, teils poppig und teils mit Ausflügen in die elektronische Welt der Musik. Geschrieben, vertont und gespielt von vier jungen Augsburger Damen und Felix Bernert am Kontrabass.

Diese namentlich genannt sind: Nina Wörle an den Percussions und Synthesizer, die jüngere Schwester Marie Wörle am Piano und der Gitarre und den beiden Front-Damen Sabeetha Krüger und Anna Strohmayr, zuständig für die stimmliche Vertonung.

Der Kern der Band besteht seit Ende 2014 unter dem Namen der Hausnummer und des scheinbaren Unglückstags. Lauscht man allerdings der Musik von Hausnummer 13 oder kommt in den Genuss eines Live-Auftritts, wandelt sich das Abergläubische im Namen schnell in die Hoffnung um, endlich wieder lyrisch wertvolles, deutsches Songwriting gefunden zu haben. Ihr Debütalbum „13a“ ist am 01.01.2019 erschienen. Das Musikvideo zur Single „Richtig verkehrt“ gibt es auf Youtube zu sehen.

Über die Jahre ging es für Hausnummer 13 unter anderem zu den Augsburger Sommernächten, dem Sonnendeck und der Mahagoni Bar. Auch außerhalb der Heimatstadt Augsburg waren 2018 schon München und Fürstenfeldbruck dabei. 2019 geht es mit dem Album in eine neue Runde. Neben dem Releasekonzert in der Heimatstadt ging es bereits nach Stuttgart und Regensburg.

Auf den neuesten Stand gebracht werden die Fans der Band am liebsten auf Instagram und Facebook.

 

Die Musik der Singer-Songwriterin Lilla Blue gleicht einem Zusammenspiel aus Licht– und Schatten, einer Synthese aus mal energiegeladenen, mal tragenden Rhythmen und einfühlsamen Melodien. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme erzählt Sie von flüchtigen Begegnungen in Transiträumen, den Farbnuancen einer Beziehung oder den Facetten menschlicher Gewohnheiten.

Von der skandinavischen Muse geküsst, kehrt sie zurück in ihre Heimatstadt Augsburg, in der sie bereits in den vergangenen Jahren musikalische Aufmerksamkeit mit den Formationen Je suis Julie (Debutalbum „Way of speaking“ 2016) und Woodend (EPs „State of mind“ 2015 und „Woodend“ 2017) erlangt hat. Mit dem aktuellen Folk-Pop-Projekt „Lilla Blue“ gewährt sie nun einen Einblick in ihr persönliches musikalisches Schaffen. Man darf gespannt sein auf das kommende Studioalbum.

 Poesie, die Lieder der Straße und ihrer Menschen, die Abgekehrtheit in bewusstseinsverändernde Zustände oder die Wahrnehmung von Liebe im nüchternen Sein - all das ist Quelle für Texte und Klänge des Gitarristen Julo, der mit seinem Soloprojekt nach erfolgreichen Jahren mit den Psychedelisch-Rock-Formationen The Elephants Fountain und Pinewood Soul nun neue musikalische Wege beschreitet. Seinen Ausdruck findet er im Psychedelic-Folk-Rock, wie er seinen Stil mit Blick auf den Spirit des Rocks der 60er selbst beschreibt, Namen wie David Crosby, John Lennon oder Richie Havens haben diesen spezifischen Sound maßgeblich geprägt. Mit dieser Basis im Rücken entstehen mehr als nur eingängige und schöne Melodien. Die persönliche Note ist es, die seine Musik authentisch und direkt macht, mit einer klaren Hinwendung zum Geist der Liebe versehen. Mit seiner Band The Calumets – das sind Alex an den Keys sowie Clemens am Drum- und Percussion-Set - bringt Julo damit die Menschen zum Tanzen, zum Lachen, aber auch zum Innehalten, jedenfalls aber in den Genuss abwechslungsreicher Musik und intelligenter Texte. 

LIENNE ist die ungezügelte Lebenslust in Person. Sie verkörpert die absolute Sinnlichkeit in ihren Songs und dennoch spiegelt sie auch eine derbe aber auch philosophische Art wieder. Sie bringt brandaktuelle und schwierige Themen genauso dringlich auf den Tisch wie alltägliche Probleme. Die Ausnahme Sängerin LIENNE erzählt von manchen Schwierigkeiten mit denen man als junge Frau oft zu kämpfen hat und obendrein wenn ausländische Wurzeln als Hintergrund mit dabei sind. Scheinbar federleicht spielt die junge Augsburgerin mit einer Vielzahl von Themen und beschäftig ihre Hörer mit unglaublich vielen Emotionen und einer Leidenschaft, wie man es nur von internationalen Größen kennt! LIENNE bannt und befreit gleichzeitig und ist deshalb jetzt schon eine der ganz Großen! Auf den neuesten Stand gebracht werden die Fans der Band am liebsten auf Instagram und Facebook.

Die Zwillinge und Songwriter Matthias und Michael wachsen umgeben von klassischer Musik auf und beginnen in den neunziger Jahren, auf dem Höhepunkt des Britpop, ihren eigenen kompositorischen Stil zu entwickeln. Michael, Sänger und Kopf der Band, beschreibt seine Musik und die Idee hinter 'The Atlas Idea': „Die Songs zeichnen unsere Gedanken auf Karte. Bildlich gesprochen kreuzen auf diesem Weg weitläufig-malerische Landschaften die mathematisch-monotone Sachlichkeit alltäglich urbanen Lebens. Das Ganze ist dabei immer ein bisschen mehr Suchen als Finden.“ Matthias ergänzt: „Wir erzählen von der Schönheit Gedanken zu teilen und wir singen von der Bedeutungsschwere einer federleichten Idee.“

LIONLION sehnt sich nach Veränderung – losgelöst von Situation, Perspektive, Längenund Breitengrad. “Wir glauben, dass es inmitten ständiger Veränderung etwas gibt, das uns verbindet. 'The Atlas Idea' steht für unsere Ängste und Hoffnungen, unser Scheitern und unsere Träume. Unser Aufbruch in neue Gebiete – quer durch die blühende Arktis.“

 

Die Sängerin MOLA entwirft auf ihrer neuen EP „Blaue Brille“ den ungeschönten Gegenentwurf zu einer rosaroten Welt. Sie feiert sich kaputt, zieht dich mit in ihren Chaos-Alltag und verzichtet bei ihren Songs auf übliche romantisierende Verklärungen der unbarmherzigen Orientierungslosigkeit, die einen nach der letzten Kippe auf dem Nachhauseweg einholt. Zusammen mit ihrem Produzenten Markus Sebastian Harbauer schafft sie dabei einen eigenständigen Sound. Die rauchige Stimme fügt sich in synthielastige Plastikbeats, angereichert durch organische Elemente, Trap-Hihats, 808 Drums, sphärische Gitarren und Dancehall-Einflüsse.

 

Als der liebe, damals noch kleine, Moritz in diese grausame Welt hinauszog, wollte er nichts, als offbeat einige schlechte Punchlines auf YouTube-Freebeats zu spitten, doch Jahre der Übung zogen ins Land und zur Schmach für Familie und Freunde wurde er ein Gutemensch-hippie-zyniker-möchtegernrevolutionär, der experimentell Jazz und Soulsongs samplet, oder selbst Beats komponiert, auf welchen er kryptisch und metaphilosophisch flowt wie ein halber Halbgott. Innerhalb der nächsten 19 Jahre strebt er an dreihundert Klicks auf sein Musikvideo zu knacken und den späten Kapitalismus in einer mega coolen Revolution zu stürzen.

 

Aus wilder Not heraus, mit berauschtem Überschwang und einer fetten Portion Rock'N'Roll lassen St. Louis & The Walking Dead keine Band vermissen. Die beiden Gentlemen stehen für krächzend-treibendenden Psychadelic-Röhrensound und fulminanten, dreschenden Beats. 

Bevor im Oktober 2018 die erste EP BLUE MOON SHUFFLE erschien, performanten St. Louis &The Walking Dead mit Bands wie The New Candys, San Antonio Kid oder Blue Angel Lounge in Clubs, Bars und auf Festival-Bühnen.  

 

Anfang 20 und schon so gut: Telquist frustiert und verwundert. Wohnhaft und studierend in Regensburg, verschreibt sich der Jungspund dem klassischen Pop-Format, wohlweislich von einer alternativen, bunt und doch lässig schimmernden Seite aufgezogen. Ein Hauch Indie hier, eine Prise FM4 da, dazu hörbares Faible für charmanten Art Pop – fertig ist das Debütalbum „Strawberry Fields“ mit seinen zwölf kurzweiligen Perlen.

"Strawberry Fields“ entzieht sich geschickt jeglichen Kategorisierungsversuchen, liefert dafür Ansatzpunkte und denkt, kaum angekommen, schon wieder einige Ecken weiter. Das Ergebnis: unorthodoxe und doch unwahrscheinlich eingängige Popsongs, die man weder von einem Debütalbum noch von einem so jungen Künstler erwarten würde. Entsprechend fährt Telquist mit Erwartungen Schlitten und packt, quasi im Vorbeigehen, ein letztes großes Art-Highlight 2017 aus.