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Modular Festival Augsburg 20. BIS 22.6.2019

Infos

#CREWLOVEISTRUELOVE

Du wolltest schon immer mal mitten drin sein? Sehen, wie sich Musiker und andere Künstler die Klinke in die Hand geben? Lernen wie die Fäden hinter der Bühne gezogen werden? Dann ist jetzt deine Chance! Ein Festival besteht mehr als nur aus wummerndem Bass und lauten Gitarren. Das Festival muss auf- und wieder abgebaut, der Einlass muss gemanagt, Künstler*innen und Programmmacher*innen betreut, Getränke ausgeschenkt und alles mit Strom versorgt werden. All das, was dem normalen Festivalbesucher verborgen bleibt, bekommst du hautnah mit. Du bist die Basis für ein erfolgreiches Modular Festival.

„Mach das Modular Festival zu deinem Festival!“

1. Wann muss ich arbeiten?

Jeder Arbeitsbereich hat seine eigenen Schichten und grundsätzlich muss man unterschieden zwischen Schichten WÄHREND und VOR / NACH (Sitecrew, Platzgestaltung, Zentrale) dem Festival.

Wenn du während dem Festival arbeiten möchtest, sind 3 Tage á 6 Stunden Minimum.

Wenn du in der Sitecrew (Auf-/Abbau) und Platzgestaltung mitwirken möchtest, bekommst du erstens seeeeeehr viel Liebe und solltest in der Aufbauwoche und zwei Tage nach dem Festival mit am Start sein. Während dem Festival hast du frei, hast aber natürlich freien Zugang zum Festival und zum Crewbereich.

Wenn du Bock auf ein WarmUp hast, dann freuen wir uns über deine Hilfe in der Zentrale, die einen Monat vor Festival bespielt wird.

Die Crewbetreuung steht euch nach der Anmeldung selbstverständlich jederzeit für Fragen zur Verfügung.

2. Wird die Arbeit als Volunteer monetär vergütet?

Volunteers arbeiten als ehrenamtliche Helfer*innen und bekommen deshalb keine monetäre Vergütung. Im Vordergrund steht die Teilhabe und Mitgestaltung des Modular Festivals. Allerdings wird für eure gesamte Arbeitszeit für Verpflegung gesorgt, ihr bekommt natürlich freien Zugang zum Festival und es gibt eine Abschlussfeier wie auch Weihnachtsfeier, zu der ihr alle herzlich eingeladen seid und wo dann IHR gefeiert und bedient werdet. Zudem gibt’s ein kleines Überraschungsschmankerl und eine Bescheinigung eurer ehrenamtlichen Tätigkeit vom OB persönlich unterschrieben.

3. Werden wir auf dem Festival mit Essen und Getränken versorgt?

Während des Festivals werdet ihr selbstverständlich immer mit Non-Alkoholgetränken und mit Essen versorgt. Nur mit vollem Magen lässt es sich gut mit anpacken.

4. Muss ich als Volunteer volljährig sein?

Es wird eine kleine überschaubare Gruppe von U18jährigen (Modular Youngstars) unter den Volunteers geben. Aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen muss das Mindestalter zum Zeitpunkt des Festivals  16 Jahre sein. Falls ihr Interesse habt, meldet euch bitte per Email bis spätestens 31. März an crew@modular-festival.de. Alle anderen Volunteers müssen das Mindestalter von 18 Jahren vor Beginn des Modular Festivals erreicht haben.

5. Wie kann ich mich bewerben?

Hier

6. Was ist, wenn ich schon ein Ticket besitze?

Wir können bereits erworbene Tickets leider nicht zurück nehmen.

7. Bekommen Volunteers auch normale Bändchen?

Für euch wird es extra Volunteer-Bändchen geben, mit dem ihr Verpflegung und Zutritt zum Crew-Bereich bekommt.

8. Bekomme ich Arbeitskleidung?

Du wirst von uns eine Volunteerweste bekommen, mit der ihr klar als Modular-Crew erkennbar seid.

9. Ist es möglich mit meinen Freunden in einem Team zu arbeiten?

Im Anmeldeformular gibt es den „Buddy-Button“. Wir versuchen jeglichen Schichtwünschen nachzukommen, allerdings ist es uns nicht immer möglich, diese zu erfüllen. Wir bitten um Verständnis.

10. Ist es möglich vor dem Festival zu arbeiten?

Ja, das ist in bestimmten Bereichen durchaus möglich und wir freuen uns natürlich darüber. Das Modular Festival wird ab Freitag, 25. Mai auf dem Gelände aufgebaut. D.h. ab da sind wir froh um jede helfende Hand. Außerdem werden in Workshops im Vorfeld up- und recycelte Dekomaterialien gebaut und gebastelt, um das Gelände zu schmücken. Auch dafür werden kreative und engagierte Leute gesucht (Anmeldung erforderlich unter info@modular-festival.de). Mehr zu den Workshops gibt´s ab März!

11. Darf ich während meiner Schicht Alkohol trinken? Und was ist mit Drogen?

Alkoholkonsum ist vor und während deiner Schicht nicht gestattet. Drogenkonsum tolerieren wir in keinerlei Hinsicht. Bei Nichtbeachtung ist mit Konsequenzen zu rechnen. Allerdings haben wir natürlich nichts gegen ein Feierabendbier.

12. Was ist, wenn ich kurzfristig absagen muss?

Dass der Apparat Festival überhaupt richtig läuft, ist es wichtig, dass alle, die beim Festival mitgestalten, absolut zuverlässig und pünktlich sind. Natürlich gibt es immer Gründe, die eine kurzfristige Absage oder ein Zuspätkommen erfordern. Bitte wendet euch in diesem Fall so früh wie möglich an die Volunteer-Koordination, damit ein Ersatz gefunden werden kann. Sollte diese Absage allerdings keinen wichtigen Grund haben, möchten wir darauf hinweisen, dass wir uns das vermerken und sich das auf das Volunteer-Zeugnis und auf zukünftige evtl. Zusammenarbeit auswirkt.

13. Wie ist das mit den Arbeitszeiten und kann ich auch in anderen Bereichen arbeiten?

Es wird Schichtpläne geben, die euch genau sagen, wie und wo ihr mit anpacken könnt. Diese werden nach eurer Prioritäten-Angabe auf dem Volunteer-Bogen erstellt. Achtung: Sitecrew und Platzgestaltung bedeuten, dass ihr das Modular Festival mit auf- und wieder abbaut. Während dem Festival habt ihr frei! Falls ihr noch zusätzlich Zeit, Energie und Lust habt, seid ihr natürlich in anderen Bereichen herzlich willkommen – vorausgesetzt, es überschneidet sich nicht mit dem anderen Arbeitsbereich. Und vergesst nicht: Ihr solltet das Modular Festival auch genießen können!

14. Für was braucht ihr unsere Daten?

Es ist wirklich wichtig, dass ihr Vorname (keinen Spitznamen), Nachname, Emailadresse,  Handynummer etc. wahrheitsgetreu in dem Anmeldeformular angebt. Diese Daten brauchen wir, um euch einerseits direkt kontaktieren zu können bezüglich der Schichtpläne. Außerdem wird euch nach dem Festival eine Bescheinigung über eure ehrenamtliche Tätigkeit ausgehändigt. Diese wird unterschrieben vom OB persönlich. Dritte haben keinen Zugang zu euren Daten.

15. Erhalte ich eine Bescheinigung für die Teilnahme am Festival?

Ja, jeder Volunteer bekommt von uns ein Zeugnis ausgestellt, das die ehrenamtliche Teilnahme am Modular Festival bestätigt. Dieses wird vom Stadtjugendring und vom Oberbürgermeister der Stadt Augsburg unterschrieben. Dafür ist es wichtig, dass alle Kontaktdaten richtig und wahrheitsgemäß angegeben werden!

16. Wann erhalte ich eine Zusage?

Jede*r, der sich bei uns anmeldet, wird als Volunteer aufgenommen, vorausgesetzt du bist mindestens 18 Jahre alt oder bist einer von zehn U18-jährigen. Genauere Zeiten, Informationen und erste Einweisungen zu den einzelnen Arbeitsbereichen werden zu gegebener Zeit vor dem Festival bekannt gegeben. Wenn ihr Fragen habt, wendet euch nach der Anmeldung an die Crewbetreuung.

17. Bekomme ich eine Einweisung in meinen Arbeitsbereich? 

Ja! Alle Volunteers werden von ihren Teamleiter*innen und dem Kernteam in den jeweiligen Bereichen eingewiesen. Infos dazu gehen über den Newsletter raus.

18. Wie wird mit uns als Volunteers kommuniziert? 

Unser AK Crew verschickt regelmäßig Newsletter mit allen relevanten Infos und Updates. Bitte checkt eure Spams!

Anmeldung

Ihr könnt euch Anfang Februar wieder anmelden!

Sponsoren 2018 Sponsoren 2018

SITE CREW

Aufbau: Fr., 25.05. - Do., 31.05.2018  // Abbau: So., 03.06. - Di., 05.06.2018

Einmal Rock´n´Roll hin und zurück! Du bist aktiv am Auf- und Abbau der Veranstaltungsfläche beteiligt und stellst die komplette Infrastruktur sicher. Du träumst von Staplern, Bauzäunen, Flatterband? Pack mit an und mach das Modular überhaupt erst möglich! Sei unbesorgt – für dich gibt´s nahrhaftes Kraftfutter, Richtfest und eine Crew, die das Herz am rechten Fleck hat.

Du baust Modular City 2018!

PLATZGESTALTUNG (Auf- und Abbau)

Aufbau: Fr., 25.05. - Do., 31.05.2018  // Abbau: So., 03.06. - Di., 05.06.2018

Der Bereich der Platzgestaltung ist auf zwei Bereiche aufgeteilt und ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Die kreativen Köpfe sind schon das ganze Jahr über am Konzipieren und sorgen dafür, dass das Festival seinen besonderen Touch hat:

Bei den Woodworkern kannst du dich handwerklich und hauptsächlich mit Holz austoben (wäre also super, wenn du dafür ein Händchen hast). Von Sitzmodulen, Palettenbühnen, über die Holzverkleidung der Müllstationen bis hin zu reizvollen Holzzäunen und bunten Kulissen - hier kommt alles unter den Hammer.

Im Bereich der Deko wird upgecycelt und gebastelt, was final in der Luft und am Boden dem Festival den letzten kreativen Schliff gibt. Soweit wie möglich bedienen wir uns dabei an Altmaterial (sponsored by Aumida) und zeigen den Besucher*innen, was daraus alles entstehen kann.

CHECK IN (Aufbau und Festivaltage)

mögliche Schichten: Fr, 25.05. - Sa, 02.06.2018

Du bist freundlich, besitzt aber durchaus Durchsetzungsvermögen. Am Einlass bist du der erste Kontakt für die Gäste aber im Vorfeld auch für Dienstleister*innen und Programmmacher*innen und kümmerst dich darum, dass der Einlass reibungslos läuft und jeder das richtige Bändchen bekommt.

CREW HOSPITALITY (Auf-/Abbau und Festivaltage)

mögliche Schichten: Fr., 25.05. - Di., 05.06.2018

Das Wohlergehen unserer Crew ist uns heilig! Du sorgst dafür, dass das Crew-Zelt zum kurzen Luft holen und Verweilen einlädt, dass niemand hungern und dursten muss und bist Ansprechpartner*in für jegliche Belange und hast immer ein offenes Ohr für die Crew. Du lebst den Gedanken "CrewLove is TrueLove"? Dann bist du hier richtig!

TRASH HEROES

mögliche Schichten: Do., 31.05. - Di., 05.06.2018

Das Modular Festival hinterlässt neben drei Tagen Halligalli natürlich auch Spuren. Wir arbeiten seit geraumer Zeit an unser Ökobilanz und wollen auch die Besucher dahingehend sensibilisieren, dass ein Festival in diesem Format im Landschaftsschutzgebiet nicht selbstverständlich ist. Ein paar Stellschrauben machen es möglich, einen Teil dazu beizutragen, dass das Gelände sauber vor und hinter Bühne bleibt. Dir ist das Thema auch ein persönliches Anliegen? Zeig uns deinen grünen Daumen!

GASTRO TEAM

mögliche Schichten: Do., 31.05. - Sa., 02.06.2018

Hier hast du nicht nur den direkten Kontakt zum Publikum, sondern bekommst auch am meisten von den Bands mit. Du bist der Meinung, dass das Bier in Strömen fließen und immer kalt sein muss? Du hast schon Erfahrung am Zapfhahn? Dann bist du genau der/die Richtige!

TROUBLESHOOTER

mögliche Schichten: Do., 31.05. - Sa., 02.06.2018

Auf dich ist Verlass, auch wenn mal die Bude brennt, du bringst den Bierbombern Nachschub und hast kein Problem, dir deinen Weg durch die Publikumsmassen zu bahnen – dann bist du unser Mann/unsere Frau!

STAGEHANDS

mögliche Schichten: Do., 31.05. - Sa., 02.06.2018

Hier sind Muckis und Diskretion gefragt! Du ladest das Heiligste der Musiker, nämlich ihre Instrumente, ein und aus. Während den Slots und dem Changeover stehst du als Stagehand parat und hilfst dem Stagemanager, dass die Band rechtzeitig auf der Bühne ist und alles nach ihren Vorstellungen aufgebaut ist.

SHUTTLE

mögliche Schichten: Do., 31.05. - Sa., 02.06.2018

Du kümmerst dich darum, dass Künstler und Equipment von A nach B kommen. Du hast nicht nur einen Führerschein, sondern auch schon Fahrerfahrung? Hier ist absolute Fahrsicherheit, Zuverlässigkeit und Diskretion gefragt!

INFO CREW

mögliche Schichten: Mi., 30.05. - Sa., 02.06.2018

Du bist nach der Einlasscrew das zweite Gesicht, das dem/der Besucher*in entgegen lächelt! Hier erfahren die Besucher*innen, wer wann spielt, welche Rahmenprogrammpunkte wo stattfinden, wo das nächste Klo ist. Ihr lotst die Besucher*innen durch das Festival. Auch zur Roy-Preisverleihung und zur Eröffnungsfeier am Mittwoch, 30.05.2018, wird der Infopoint besetzt werden.

(DIY)MERCH CREW

mögliche Schichten: Do., 31.05. - Sa., 02.06.2018

In dir schlummert ein Verkaufstalent und du weißt, wie man Produkte an den Mann und an die Frau bringt? Du hast ein kreatives Händchen und hast Bock auf DIY? Neben dem herkömmlichen Merchandise, möchten wir unseren DIY-Merchbereich ausbauen. Das gelingt uns mit den Gerätschaften und Anleitung von den tollen Leuten aus dem werkraum und mit dir! Dort werden Merchandise-Artikel direkt auf dem Festival bedruckt und gesiebdruckt. Keine Vorkenntnisse nötig, aber Bock auf DIY solltest du mitbringen!

BETREUUNG FESTIVALZENTRALE

mögliche Schichten: Sa., 05.05. - Do., 31.05.2018 

Wir planen wieder eine Festivalzentrale zum WarmUp fürs Modular Festival! Du hast Bock auf Veranstaltungsbetreuung, Ticketverkauf, Crewinformation und Thekendienst vor dem Festival? Gerne einschreiben - wir freuen uns hier vor allem über Neuzugänge!

Coming Soon 

BONAPARTE

 

 

»Punk ist tot, Reggae ist tot, Jazz ist tot, Hip-Hop ist tot, Klassik: auch tot, merkt aber keiner, Techno, nicht tot, riecht aber komisch«, hat jemand eine bessere Beschreibung für den Zustand der Musicworld Today, dann bitte melden? Tobias Jundt, Alleinherscher des Projektes Bonaparte und Napoleon der Herzen ist eigentlich ein verdammtes Chamäleon, und wäre dieser Vergleich nicht so abgedroschen, würden wir ihn weiter ausführen, aber ihr könnt auch einfach selber die fünf Alben anhören. Und wenn ihr schon dabei seid, auch eine Handvoll Liveauftritte von damals, als die Bühnenoutfits noch aus Maske oder nackt bestanden, dann wird sich euch der musikalische Wandel des schweizer Rumpelstilzchens der Berliner Musikszene offenbaren. Sollte sich die Welt morgen an den Nagel hängen, haben die Kollegen, die eines der frühen Bonaparte Konzerte überlebt haben, jedenfalls einen klaren Vorteil. Denn selten wurde das Wort „Abriss“ in Verbindung mit vor Publikum aufgeführter musikalischer Erzeugnisse besser verwendet. Do you wanna party with the Bonaparte? 2006 gegründet, im Dunstkreis der Bar25 2008 die erste Platte rausgebracht, vollgepackt mit Hits für den Exzess. Knapp 10 Jahre später ist Bonaparte nicht mehr ein ungestümer Haufen, sondern eine Band mit mehr Nachhall. Beim vorletzten Album gab es erstmals nachdenklichere Songs, beim letzten dann noch mehr davon, Soul & Politik statt Rave-Rave-Rave und beim neuen, Anfang 2019 erscheinenden bleibt wieder alles anders. Die teils in Abidjan, teils in Berlin aufgenommenen Lieder, haben zum ersten Mal deutsche Lyrics, und zusammen mit Musikern der Elfenbeinküste wurde ein Pop-Hybrid geschaffen, der seine Energie aus Unmittelbarkeit, Improvisationsgeist und dem DIY-Ethos der dortigen Kunstwelt zieht. Fast so wie es früher mal in Berlin war, aber die Stadt ist ja mittlerweile ziemlich 2015, also schauen wir nach vorne, pfeifen uns das Lied vom Tod und recken die Fäustchen in Höhe, wenn Bonaparte wieder in Augsburg einmarschiert.

FRISKA VILJOR

 

 

Sie sind wieder da. Man hatte schon das Gefühl, es sei irgendwas passiert, weil sie nicht alle sechs Monate in einer Town near you vorbeischauten. War es auch. Doch dann standen sie neulich in Hamburg plötzlich auf der Bühne; Undercover als Shotgun Sisters. Das mit dem Gefühl war richtig. Joakim wird nach dem Auftritt mit diesem Satz zitiert: „Die letzten zwei Jahre meines Lebens waren die schlimmsten, die ich je erlebt habe.“ Aber ist die Stimmung erstmal im Keller, tanzen die Katzen auf dem Dach oder so ähnlich. 

Sachen zwei Jahre auf Eis zulegen, hat schon so manche Wunder bewirkt und jetzt haben Indie-Deutschlands Lieblingsschweden doch tatsächlich wieder Songs aufgenommen, den Gitarrenkoffer gepackt und sind bereit für eine Tour. Die neuen Songs sind etwas düsterer als man den lebenslustigen Folk und tanzbaren Rock der beiden kennt, aber den Titel „Festivalband“ werden sie auch mit etwas Blues nicht verlieren. Dass sie beim Modular Halt machen – das auf eine Art und Weise auch gerade eine Beziehung beendet hat – ist eine Selbstverständlichkeit. 

Bräuchte Augsburg eine Exilband: Daniel und Joakim könnten den Job machen! Wie sie mit ihrem Lächeln wohl auch jeden anderen machen könnten. Wie auch immer und mit der Gefahr uns zu wiederholen: Sie sind wieder da. Friska Viljor needs no further comment. 

SUPERORGANISM

 

 

Hätte das Internet eine Hausband, es wäre Superorganism. Die Mitglieder kommen aus Ländern, die sich ein weitsichtiges Kind und ein Globus nicht besser hätten ausdenken können; Großbritannien, Japan, Australien und Neuseeland. Und tatsächlich, Damon Albarn ist bei diesem Multimediaprojekt für Advanced User nicht mit dabei, obwohl man ständig denkt er hüpft gleich wo raus. 

Ein Rolle Glasfaser, Skype, alle Emojis die deine Mutter benutzt und ein Mischpult: Zack fertig, Band. Wo hier ein Song anfängt, da hört er bestimmt nicht auf, und auf der Achterbahnfahrt bis zum letzten Akkord, solltest du besser deine Shutterglasses festhalten. Es blitzt, blinkt und funkelt, und groovt, irgendwie. Kein Ehrenmann und keine Ehrenfrau in den hippen Großstädten dieser Erde hat diese Band übersehen. Ohne Umwege ging das über „LOS“ direkt auf diverse Playlisten und Festivals. Wie du sie erkennst? Stell dir vor, drei deiner Geschwister hören gleichzeitig Beck, Daft Punk und Go-Team!, während das vierte Nintendo64 spielt -  Experten vergleichen sie mit The Avalanches, nach denen ihr mal bei Encarta nachschlagen oder die Rentner auf Facebook fragen könnt.
Bis ihr dann vor der Bühne durchdreht, tätowieren wir uns erstmal ein paar Katzenvideos - Peace. 

AHZUMJOT

 

 

Früher packte der gebürtige Hamburg Ciddy Rapper seine CDs noch selber ein. Das war 2011. Schnitt auf 2018: Heute packt keiner mehr irgendwas ein, außer vielleicht etwas Katzenminze in so ´ne Art Backpapier. Alben heißen jetzt Playlists, werden gestreamt, runtergeladen, aber immer noch angehört, Erfolg ist Erfolg. A to the J, wie der Engländer sagt, hat seine letzten Sachen für Umme rausgehauen, wie so oft hat er es auch selber produziert. Zu Hause, im Wohnzimmer, mit schönem Ausblick. DIY, hauptsache die Tracks stimmen. Auf Beats dick auftragen, das Pathosfass aufmachen, aber nicht überlaufen lassen. Die Vorbilder aus USA sind immer noch hörbar, heißen nur nicht mehr N.W.A, sondern Drake, und statt im Ghetto hängt man jetzt in der Cloud ab. Aber schon Gott und dessen Bruhs haben sich Wolken zum Abhängen ausgesucht, und was für die gut genug ist… Charts waren nicht sein Abteilung, eher flowt er unter dem Radar, macht Rap für Genießer, Experten sehen in ihm das verkante Genie. Lange genug hat er sich warmgemacht, 2019 wird da wieder was kommen, auf das ihr euch freuen könnt. Also, fleißig EPs und Mixtapes aus diesem Internet holen, fresh machen, und man hört sich dann im Gaswerk. 

NATE57

 

 

Als DJ Tomekk 2012 um den Gefallen bat, Gangsta zu bleiben, hatte der St. Paulianer Nate mit seiner ersten Platte „Stress Aufm Kiez“ schon die richtigen Türen in der deutschen Straßenrapszene eingetreten – Sido und Fler gefiel das. Schon als Junge mitm Tüddelband hörte er Bob Marley, 2Pac und Fiddy, vermischte diese Einflüsse dann mit seinen ehrlichen Kiezgeschichten und verschaffte sich den nötigen Respekt. Jetzt ist er nach kleineren Pausen wieder Back in Business. Denn wissen wo man herkommt, ist gerade im Hip-Hop eine Tugend und Gangsta-Rap aus Hamburg steht diese Tage hoch im Kurs. Nate57 ist einer, der statt Standardselbstlob und Dicke-Eier-Reimen, auch mal Stadtteilprobleme anspricht und so fällt er auf, bevor er hinfällt. Bevor Onkel Fame grüßte, und seine Platten stetig höher in den Charts einstiegen, wurde noch im lokalen Juze aufgenommen. Kann man besser auf das Modular passen?

ANTIFUCHS

 

 

Seit rund 10 Jahren wissen wir, dass ein Fuchs zu tun hat, was Füchse so auf der Agenda haben. Worin das genau besteht, weiß so recht keiner. Ideen was man stattdessen machen könnte, hält Antifuchs in stabilen Deutschraps und Gesang fest – ein einfaches Rudeltier aka Mitläufer sein jedenfalls nicht. Ihr Attitude-Level liegt bei: Zero Fucks given. In Kasachstan geboren, in Norddeutschland aufgewachsen, in Berlin zur Rapperin ausgebildet. Auf Tracks mit Boom-Bap-Flavour, die keine Angst haben Melodie zu zeigen, und auch mal Klaviere, Trompeten und anderes den Ton angeben lassen, hat sich die Frau mit der Maske in die Battlerapgrounds dieses Landes gefightet und in Old-School-Manier das Album „Stola“ veröffentlicht. Wir geben das Prädikat: Trust the hype.

BAR

 

 

Auf eine charmante Art kühl und schön, mit einem Unterton, der etwas Tieferliegendes erahnen lässt. BAR suchen nicht den direkten Weg in dein Bewusstsein, sondern finden den schmalen, unterbewussten Zugang dazu. Mit dunklem New Wave, träumenden Synthies und einem Beat der dich an die Cote d’Azur trägt und dir ein kaltes Glas Rosé einschenkt. Stimme und Texte haben starke Sogfähigkeit und erzählen von der Welt der schönen und geheimnisvollen Künste.  

Das ganze hat zwar dieses gewisse französische Tré Chic Feeling, kommt aber aus Düsseldorf und die beiden Musiker sind zudem keine Fremden in L.A. Die Band (B) am (A) Rhein (R), bestehend aus Stabil Elite Sänger Lucas Croon und Christina Irrgang, schafft es mit ihren Tracks Musik für schwarz-weiß Filme zu schreiben, die es hauptsächlich in deinem Kopf gibt – lass sie laufen, lass es flimmern, lass dich treiben.

BLINKER

 

 

Hat pinke Haare und kommt aus Mannheim. Okay, Tschö.

Ist gut, probieren wir nochmal; pass auf: Aus Mannheim kommen nicht nur ehemalige Popmusiker, die heute in der Alu-Hut-Szene vertreten sind, sondern auch Blinker. Der passt in dein gängiges Mannheimer-mit-pinken-Haaren-Bild nicht ganz rein, sollte er aber. Seine Punk- und Indiebandvergangenheit hört man seinen fetzig von der Leber runtergewichsten Songs schön dosiert an. Er hat die guten Eigenschaften mitgenommen und mit einer Ladung Herz in dieses neue Soloprojekt geschmettert. Für Blinkers charismatisch rotzig witzige, zwischen US-Skatepunk und Britpop pendelden Songs, könnt ihr schon mal die Chucks kaltstellen. 

LOYAL BANDITS

 

 

Diese 7 Mann Gang kommt aus Green Ulm und hat dort einen weißen Fleck ausgefüllt. Denn für Rap-Acts war die Stadt mit dem Längsten, noch nicht so bekannt. Doch die Loyal Bandits wollen nicht nur Flecken in, um und um Ulm herum ausfüllen, sondern ganz Deutschland übermalen. Die Crew besteht aus Rappern, Producern, Management und Label. Unterschiedliche Charaktere sind am Werk und kreieren deutschen HipHop wie er anno 2018 zu klingen hat. Tighte Beats, Trapeinflüsse, Soulsamples und Autotune. Auf Fortuna warten ist nicht, sondern Karriere schmieden mit stylischer Professionalität, die man nicht nur den Tracks anhört, sondern auch den dazugehörigen Videos ansieht. Check dis out. 

PAINCAKE

 

 

Sind wir die einzigen, die hier an Blink-182 oder Sum41 denken? Wenn die Jungs hier in die Saiten greifen, würden sie einem im Soundtrack von Tony Hawk’s Pro Skater nicht vom Board holen. Dass das nichts Schlechtes ist, wissen vor allem die, die damals jung waren. Diejenigen, die erst diesen Sommer ihre Pickel vor dem Spiegel ausdrücken und Löcher in den Hosen tragen, können sich jetzt Paincake auf den Walkman downloaden und an der lokalen Busshaltestelle Pogo tanzen. Keine Sorge, die Aichacher Kerle hier, haben euch, auch wenn es mal wieder nicht so läuft. Bewiesen haben sie das schon bei Lokalhelden wie dem Stereowald und Noisehausen - jetzt heißt es: The Modular Stage is yours.